Inschrift des Denkmals:
"Durch feige Mörderhand fiel hier im Dienst Landjäger Martin Scholz, Thräna, am 3. Februar 1932, nachmittags 2 Uhr."
 
Der Ermordete befand sich auf dem Heimweg von einer Gerichtsverhandlung, wo er um 11:45 Uhr als Zeuge vor dem Amtsgericht in Niesky vernommen wurde. Dabei ging es um eine Ermittlungssache gegen den nationalsozialistischen Redner Pfeiffer wegen Vergehens gegen das Republikschutzgesetz. Der Mord konnte nie aufgeklärt werden und wurde während der Nazizeit der örtlichen Kommunistischen Partei angelastet. Ihm zu Ehren wurde kurze Zeit später das Denkmal am Tatort, der heutigen Staatsstraße 121 in der Kurve auf halbem Wege zwischen See und Niesky errichtet.
 
Chronik des Dorfes See (Arthur Vogt):
Die Suche nach dem Mordschützen richtete sich lange Zeit gegen die Sozialisten, ohne jedoch zu einem Ergebnis zu führen. Andere Vermutungen gegen vermeintliche Täter aus Thräna oder Jänkendorf blieben ebenfalls ohne Resultat, weil die Ermittlungen stillschweigend eingestellt wurden.